Wir lieben die typischen Mostschenken und Gasthäuser unserer Gegend und besuchen immer wieder mal ein unbekanntes Lokal – meist aus dem Bezirk Vöcklabruck – auf der Suche nach dem besten Most und der g’schmackigsten Brettljause. Unsere Meinungen und Erfahrungen teilen wir hier. Wenn uns etwas besonders schmeckt, versuchen wir gern auch mal, das daham nachzukochen. Hier gibts die Rezepte dazu.

Bleam’s Mostschank

Eines muss einem schon klar sein: Fett ist ein Geschmacksträger. Mit dem „klassischen“ Mostschenkenrepertoire zwischen Brettljause, Bradlbrot, Liptauer und Schmalz richtet sich der Wirt von Bleam’s Mostschank danach, und als Mittel zur Fettverbrennung gibt’s hinten nach ein Stamperl Schnaps statt fader Gemüse.

Für gar nicht viel Geld steht das Ganze auf der Speisekarte. Brot kostet zwar extra, aber wen juckt das schon? Verzichtet man auf drei Scheiben Brot, erhält man eine neue Halbe Most zum selben Preis. Eine klassische Win/Win-Situation: Man spart ein wenig Geld, fühlt sich noch beschwingter und bleibt dabei auch noch schlank.

Im Sommer soll das Lokal, wie man so hört, regelrecht überlaufen sein. Es mag schon sein, dass die Aussicht durch den vollverglasten Giebel auf die Atterseeszenerie diesen Ansturm rechtfertigt. Wir wollen diese Theorie auf jeden Fall im nächsten Sommer selbst überprüfen. Außerhalb der Saison ist Bleam’s Mostschank gut besucht, aber nicht überlastet. Die zwei dirndlbekleideten Kellnerinnen waren flott bei der Arbeit und freundlich zu uns.

In anderen Wirtshäusern sorgt entweder der tägliche Betrieb im Lauf der Jahre für die gemütliche Patina, oder der Gaststättenausstatter liefert den nötigen „urigen“ Zierat gleich mit der original Zirbenstube mit. Bleam’s Mostschank verzichtet auf beides: Innen und außen schreit jedes Details „Neubau!“, in der Gaststube stehen Sitzbänke und Tische in exakt aufgeteiltem Abstand auf praktisch gemusterten Fliesen zwischen schlichten weißen Wänden. Als langjährigem Fahrschüler kommen mir bei solchen kargen Lokalen immer gleich Erinnerungen an lange Stunden hoch, die ich in der Restauration des Bahnhofs Vöcklabruck mit Warten auf den Regionalzug Kammer-Schwanenstadt verbracht habe.

Aber das wird schon werden mit der Zeit. Summasummarum also: Gut gegessen und getrunken, nett bedient, gerecht bezahlt.

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