atelier café heinz trückl in Lenzing

atelier café heinz trückl in Lenzing

Bevor wir uns dem aktuellen Zustand des atelier-café heinz trückl zuwenden, muss ich vorweg wohl die jungen Leser ein wenig in die Geschichte einweihen:

Das abendliche/nächtliche Herumknotzen „beim Heinz“ hat eine Tradition, die bis in die Achtziger des vorigen Jahrtausends zurückreicht. Später dann, es wird wohl so um die Jahrtausendwende gewesen sein, hat der Heinz seine künstlerische Ader voll entdeckt, der Gastronomie „Adé“ gesagt und das Lokal an die an sich ja auch ganz talentierte KKdu-Partie übergeben. Noch später folgte eine Zeit, in der sich zumindest dem Anschein nach mehr Maurer, Gastronomieausstatter und Sanitärinstallateure die Türklinke in die Hand gaben als durstige Gäste. Eine Zeit, über die wir besser schweigen…

Aber jetzt ist wieder alles gut – so gut, dass wir ernsthaft daran denken, uns regelmäßig beim Heinz sehen zu lassen. Und das geht so:

Man tritt ins Lokal. Eine Kollektion von feinen Sitzmöbeln erwartet die zaudernden Gäste – zu ungewohnt ist die Aussicht, auf einer Sitzfläche aus tausenden senkrecht nach oben ragenden Pinselborsten Platz zu nehmen und die Begleitung in die Arme eines Geweihstuhls zu entlassen. Der herbeieilende Kellner nimmt die Scheu und verweist auf das klassische alte Federkernsofa als Alternative. Das kann man sich dann auch nicht gefallen lassen und setzt sich mutig, trotzig, kunstsinnig erst recht auf die Fläche aus Naturborsten. Gar nicht so übel, wir sind schon härter gesessen und dann doch ein paar Stunden geblieben.

Aber was helfert die kreative Inneneinrichtung, wenn Essen und Trinken nicht passen würden? Tun sie aber, und wie!

Probiert haben wir Glasnudeln in Kokos-Gemüsesauce (7,80) für die vegetarisch Gläubigen und ein Rinderfilet in Pfeffersauce mit Erdäpfl-Speck-Schmarrn um 10,90, bei dem der Kern noch so rosa war, wie es das Bilderbuch der fleischlichen Küche verlangt. Die Speisekarte ist nicht lang, dafür übersichtlich, und führt zu der Vermutung, dass in der Küche frisch und in Handarbeit gekocht wird.

Zum Nachspülen gibt’s Zipfer Bier und noch ein paar andere interessante Flüssigkeiten, die wir als Gegenstand einer zukünftigen fact finding mission eingeplant haben.

Öffnungszeiten:

So, Mo, Di geschlossen
Mi, Do, Fr geöffnet ab 16 Uhr
Sa geöffnet ab 18 Uhr
Küchenbetrieb von 17 bis 22 Uhr, an Samstagen von 18 bis 22 Uhr

Heinz Trückl
Atterseestraße 4
4860 Lenzing
Tel.: +43 664 1618918
office@heinz-trueckl.com
www.heinz-trueckl.com

Lokalwechsel?

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