Die Fallas in Valencia

Mit Feuerwerken und originellen Figuren feiern die Fallas-Vereine ab Ende Februar die Fallas – ein, wenn nicht sogar das größte Frühlingsfest Spaniens.

Aber Ende Februar beherrscht der Lärm, der Trubel und das Spektakel die drittgrößte Stadt Spaniens. Diese Tage sind ein besonders Erlebnis für alle, die mit Feuerwerken und ausgelassener mediterraner Lebensfreude den Winter zum Abschied grüßen wollen. Buchstäblich im Minutentakt krachen Böller oder zischen Raketen in den Himmel über dem Plaza del Ayuntamiento vor dem Rathaus.

Im Zentrum der Feier stehen an die zwanzig Meter hohe Figuren aus Pappmaché, PU-Schaum und Gips auf einem hölzernen Trägergestell. In monatelanger Arbeit bauen die Fallas-Vereine an den bis zum ersten Auftritt streng geheim gehaltenen Gestalten, ohne auch nur den kleinsten Gedanken an die Kosten zu verschwenden. Das höchste Motiv für die Teilnehmer ist das Ansehen, das der Verein mit der Prämierung der besten Figur gewinnen kann. Die Kunstwerke sind vergänglich: Nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, werden sie in der “Cremá”, einer grandiosen Verbrennungszeremonie, am Tag des Heiligen Josef (19. März) ein Opfer der Flammen. Einzig ausgenommen von der Verbrennung ist die zur besten Figur gewählte Puppe, die ninot indultat. Sie verdient sich einen dauerhaften Platz im Museum.

Zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt Valencia, der heiligen Jungfrau der Schutzlosen, wird eine fast 15 Meter hohe Statue errichtet und über und über mit rund 50 Tonnen Blumen dekoriert. Über 100.000 Bürger Valencias kleiden sich in ihre exquisitesten Kleider, tragen teilweise feinste Brokatröcke im Gegenwert eines Monatslohns, und promenieren in Umzügen zu Ehren der Jungfrau durch die spanische Mittelmeer-Stadt.

Am Ende der Fallas zieht wieder Ruhe ein – bis zum nächsten Jahr.

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